Bayernliga gestartet

Nach dem Aufstieg im Juni des Schützenvereins Isargrün Goben war die Freude groß sich dieser Herausforderung sportlich und organisatorisch zu stellen. Da ahnte man noch nicht wie chaotisch die Schießsaison 2020/2021 starten würde. Eine Woche vor Saisonstart in den drei höchsten Luftgewehr liegen, sagte der Deutsche Schützenbund überraschend die 1. und 2. Bundesliga ab. Trotz des kontaktlosen Sports und den großen Anstrengungen der Bundesliga-Verein zur Ausarbeitung und Organisation der Hygienekonzepte wollte der Dachverband nicht starten. Auch blieben viele sportliche Fragen dadurch ungeklärt. Die Fragen um Auf- und Abstiegsregelungen darunter, Startlizenzen der Top-Schützen und viele weitere sind bis heute ungeklärt. Daher stand urplötzlich auch die Bayernliga auf wackligen Beinen.

Doch der Bayrische Sportschützen Bund (BSSB) und dessen Ligaausschuss beschloss den regulären und ordnungsgemäßen Start. Somit starteten die Luftgewehrschützen aus Goben in Triftern bei den Bergschützen Voglarn. Zuschauer waren hier nicht gestattet und es durften neben den Schützen die beiden Trainer Franz Schicker und Florian Peisl mit dabei sein. Zunächst war natürlich das allbeherrschende Thema die turbulente Vorwoche mit den Entscheidungen und offenen Fragen. Zwischen Fehlentscheidung, dass gestartet wird bis zur optimistischen Sicht („Jetzt sind wir in der Bayernliga Deutschlands höchste und beste Liga“) war alles vertreten. Doch ganz dem sportlichen Gedanken entsprechend schwenkte alle Sportschützen schnell in den Wettkampf-Modus. Man freute sich auf seine Duelle und besonders die Gobener waren hochmotiviert.

Im ersten Wettkampf des Tages begann der Gastgeber Voglarn, mit der Olympia-Siegerin von 2016 Barbara Engleder, gegen Edelweiß Machendorf. Hier siegte Machendorf knapp mit 3:2. Dann durfte Goben ran. Im zweiten Durchgang hieß ihr Gegner Edelweiß Söchtenau aus Oberbayern. Die Nervosität war den fünf Stammschützen (Evelyn Stiben, Manfred Müller, Nina Menauer, Tobias Meyer und Marius Dorobisz) anzumerken. Keiner kam schlussendlich an sein eigentliches Leistungsniveau. Müller an Position 2 erreichte aber noch mit einem Gleichstand noch das Stechen, das er gleich beim ersten Schuss für sich entscheiden konnte. Somit verlor man zwar den ersten Bayernliga-Wettkampf der Vereinsgeschichte, konnte aber bereits den ersten Einzelpunkt holen.

Eine lange Erholung oder Analyse zur Verbesserung war nicht möglich, denn es wartete bereits im nächsten Durchgang Edelweiß Machendorf auf die Gobener. Beide Teams wechselten. Machendorf zog ihre eigentliche Nummer 1 (Alexandra Landes) aus dem Hut, und die anderen Schützen verschoben sich nach hinten. Goben wechselte an Position 5. Für Dorobisz kam nun Martin Fuchs zum Zug. Plötzlich fand aber jeder besser ins Schwarze. Deutliche Leistungssteigerungen wurden dann auch mit einem spannenden Wettkampf belohnt. Leider ohne Live-Zuschauer, aber auch die Schützenvereine sind im digitalen Zeitalter und die Bergschützen übertrugen den kompletten Tag per Live-Stream ins Internet und so an über 500 Online-Zuschauer. Stiben siegte mit 390Ringen gegen die frische Landes. Und auch Menauer konnte ihr Duell an Position 3 gewinnen. Doch leider waren die Herren der Mannschaft in ihren Duellen unterlegen. Und es blieb bei einer 2:3 Niederlage. Im letzten Durchgang siegte Söchtenau auch gegen Voglarn mit 3:2.

In zwei Wochen kommen dann drei Bayernligisten nach Dingolfing. Isargrün Goben richtet dann seinen ersten Heimkampf aus und darf die Schützen aus Lampoding, Niedererlbach und Voglarn begrüßen. Auch die Gobener lassen keine Zuschauer ins Schützenhaus. Doch wer mit den Gobenern oder deren TOP-Gästen um Barbara Engleder, Sylvia und Thomas Aumann (alle drei mit internationalen Titeln in Ihrer Karriere) mit fiebern will, kann das auf Isargrün Goben Homepage im Live-Stream.